IAA 2017: Aspark Owl – in zwei Sekunden auf 100 km/h!

Welche Blüten die Elektromobilität treiben kann, beweist der japanische Supercar Aspark Owl.

Der japanische Misch-Konzern Aspark stellt den schnellsten Sprinter der Welt auf die IAA: Binnen zwei Sekunden soll die „Eule“ 100 km/h erreichen. Wie? Mit geringem Gewicht und schlauer Akkutechnik, wie Masahiro Fujino erklärt, der für die Kommunikation rund um das EV-Thema verantwortlich ist.

Im Standard leisten die E-Motoren 65 kW, können aber kurzfristig bis zu 320 kW freigeben. Das Drehmoment gibt man mit 764 Newtonmetern an und die Energie bezieht die Eule aus einer Kombination aus Batterien und Supercaps. Bis zum geplanten Serienanlauf 2019 möchte man sich laut Fujino nochmal mit der Betterietechnik auseinandersetzen, auch Feststoffakkus könnten künftig zum Einsatz kommen.

Das Verrückte an der Japan-Eule: Sie wurde einzig und allein auf den Katapultstart dressiert: Die Reichweite beträgt aktuell nur rund 100 Kilometer, in der Endausbaustufe sollen es dereinst 150 werden. Die natürlich superschnell zusammenschnurren, wenn oft und schnell beschleunigt und die angegebenen 280 km/h Höchsttempo ausfährt.

Der Prototyp entstand in dreijähriger Arbeit in Japan, die Zuliefererteile sind aber international. Innen bietet der nur 990 Millimeter flache Supersportler aus Carbon ein vergleichsweise aufgeräumtes und edles Ambiente. Vertrieben werden soll das Fahrzeug laut Fujino über den Hersteller selbst und auch zu einem Preis hat man sich schon geäußert: 3,5 Millionen Euro rufen die Japaner selbstbewusst auf.

Was bedeutet das?

Die Anwendungen der Elektromobilität sind vielfältiger als die des Benziners: Je nach Bedarf können Reichweiten-, Nürburgringrunden- oder Sprintrekordler konfiguriert werden. Das verspricht immerhin eine spannende Zukunft. Das grüne Ökomäntelchen hat die Elektromobilität schon längst abgelegt.